Aubergine aus dem Ofen mit Safran-Gemüsereis

»Anna, darf ich mir wünschen, dass du für uns zum Abendessen kochst?«, fragte mich eine Freundin einige Tage vor ihrem Geburtstag vergangene Woche. Natürlich sagte ich zu – und nahm Bekahs Geburtstag insgeheim ein bisschen zum Anlass, meine auberginenskeptischen amerikanischen Freunde davon zu überzeugen, wie köstlich das Gemüse schmecken kann. Hier in Israel haben Auberginen gerade Saison, und auf dem Markt in Jerusalem türmen sich die lilafarbenen Früchte in hohen Bergen. Neben den länglichen Auberginen, die ich aus Deutschland kenne, bekommt man hier auch immer wieder große runde,…

Weiterlesen…

»Das Schwierigste sind die Kinder«

Als säkulare Westeuropäerin musste ich mich in meinen ersten Wochen in Jerusalem vor allem an zwei Dinge gewöhnen: Die Menge an jüdischen, muslimischen oder christlichen Heiligtümern und die Menge an Kindern in der Altstadt. Während ich mit ersterem gerechnet hatte, kam letzteres ziemlich unerwartet. Denn mindestens genauso oft, wie ich plötzlich zufällig einem Heiligtum gegenüberstand und besondere Verhaltensregeln befolgen musste, stieß ich in Jerusalem auf Horden kleiner Jungen und Mädchen, die in Deutschland als Kindergartengruppe durchgehen würden, hier aber einfach nur Geschwister auf dem Weg zum nächsten Spielplatz…

Weiterlesen…

Eine Odyssee zum Toten Meer

Nachdem ich mich bisher vor allem in Jerusalem und Tel Aviv aufgehalten habe, führte mich meine erste kleine Reise in Israel am vergangenen Wochenende auf einem wahren Hindernisparcours durchs halbe Land zum Toten Meer. Das »Yam Hamelach«, oder »Meer des Salzes«, wäre nicht nur fast eines der sieben Weltwunder geworden, es ist auch die tiefste Fläche der Erde und einer von wenigen Seen weltweit, in denen der Salzgehalt im Wasser so hoch ist, dass man sich dort auf der Wasseroberfläche einfach treiben lassen kann. Am Sonntag morgen um…

Weiterlesen…

Sprachkurs-Wahnsinn und ein Lied für den Frieden

Die erste große Sinnkrise meines Lebens hatte ich im Alter von vier Jahren in den USA. Wir besuchten dort meine Tante, reisten durchs Land und ernährten uns von labbrigen Brötchen und viel zu süßer Marmelade. Als ob das nicht gereicht hätte, sprachen auch noch alle Menschen eine komische Sprache und verstanden nicht, was ich ihnen in meinem überschwänglichen Mitteilungsbedürfnis erzählte. Ziemlich trotzig und unter Tränen, so erzählen es meine Eltern, habe ich damals beschlossen, alle Sprachen der Welt zu lernen. Inzwischen bin ich skeptisch geworden, ob mir das…

Weiterlesen…

Erste Tage mit einem streikenden Körper

Kurz nach meiner Ankunft in Israel war ich vor allem eines: Krank. Und zwar ständig. Erst schlug ich mich mit einem schmerzenden Ohr herum, dann hatte ich plötzlich immer wieder heftige Bauchschmerzen und nach zwei Wochen in Jerusalem war meine Nase trotz sommerlicher Temperaturen verstopft, mein Appetit verflogen und Tee mein Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Papa war natürlich überzeugt: „Jetzt sagt dir dein Körper, dass ihm dein Stress und Rumgereise in den letzten Jahren ein bisschen viel wird!“. Und Mama bekam fast wöchentlich einen „Mama, ich habe das…

Weiterlesen…

Exotische Früchte und selbstgemachtes Hummus

Lebensmittel in Israel sind aus deutscher Perspektive wahnsinnig teuer, dafür wird man mit hoher Qualität zumindest teilweise entschädigt und kommt außerdem in den Genuss von Früchten und Zutaten, die in Deutschland echte Exoten sind. Vor ein paar Tagen habe ich zum Beispiel meine erste Drachenfrucht gegessen, und schlachte außerdem pro Woche bis zu fünf Granatäpfel, um mit den leuchtend roten Kernen Müsli und Salate aufzupeppen.

Weiterlesen…